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MobilerMedizinischerDienst (MMD)

Zur medizinischen Versorgung von wohnungslosen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen von der medizinischen Regelversorgung ausgeschlossen sind, kommt

werktäglich von 09.00 – 11.00 Uhr

eine Ärztin des MobilenMedizinischenDienstes ins Johanneshaus; eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Im Akutfall stellt auch das Fehlen eines Behandlungsscheines oder einer Krankenversicherungskarte keinen Hinderungsgrund für eine Behandlung dar.

Es handelt sich um ein medizinisches Versorgungsangebot des Gesundheitsamtes der Stadt Köln. Für die 1x wöchentlich im Johanneshaus stattfindende psychiatrische Sprechstunde ist eine Voranmeldung über den Sozialdienst notwendig.

Im Eliashaus findet alle 2 Wochen mittwochs eine psychiatrische Sprechstunde und jeden 1.Donnerstag im Monat eine allgemeinärztliche Sprechstunde statt. Für weitere Informationen und Koordination des allgemeinärztlichen und des psychiatrischen Sprechstundenangebotes unter Tel. 0221/94203746 oder 0221/93122134.

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Behandlungsangebote:

- behandlungsbedürftige Erkrankung
- keine medizinische Regelversorgung möglich
- Personenkreiszugehörigkeit (obdachlos/wohnungslos)

Ziel der aufsuchenden medizinischen Versorgung ist es, den durch vielfältige psychosoziale Probleme belasteten Menschen wieder den Zugang zur medizinischen Regelversorgung zu öffnen. Deswegen findet die medzinische Versorgung in enger Kooperation mit Sozialdienst, Krankenschwestern, Kliniken und anderen niedergelassenen Ärzten statt. Grundlage einer medizinischen Versorgung sind Vertrauen und eine tragfähige soziale Beziehung.

Der Hilfekatalog des MMD umfasst:

Präventive Maßnahmen
- Impfungen
- Ernährungsberatung
- Hygieneberatung
- Venenpflege
- Aufklärung zur Vermeidung von übertragbaren Krankheiten
- Problematisierung lebenslagenspezifischer Verhaltensweisen
- Rehabilitation

Medizinische Versorgung
- Diagnostische Maßnahmen zur Erkennung und Behandlung von Krankheiten
- Behandlung häufig auftretender Erkrankungen
- Grund- und Behandlungspflege, fördernde Pflege
- Kontrollierte Ausgabe von ärztlich verordneten Medikamenten und Hilfsmitteln
- Überwachung des Therapieverlaufs
- Ausstellung von Bescheinigungen für Ämter, Einweisungen und Überweisungen
- Besuche und Begleitung in Krankenhäuser

Beratung und Vermittlung im Erkrankungsfall
- Beratung zur Inanspruchnahme der Hilfen medizinischer Regelleistungen
- Beratung und Vermittlung zur Suchtmittelentgiftung und –entwöhnung
- Vermittlung zur Inanspruchnahme von Sozialberatung (Sozialamt, ARGE)
- Vermittlung weitergehender Diagnostik und Behandlung