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Leitbild

Unser Leitbild und unsere Grundsätze Das Johanneshaus Köln ist ein Hilfeangebot für Menschen, die wohnungslos und von einem Leben in der Gemeinschaft ausgegrenzt sind, oder die wegen ihrer psychischen Situation Unterstützung beim selbständigen Wohnen benötigen. Das vorrangigste Ziel ist immer die Sicherung der Lebensgrundlagen wie Essen, Trinken, Wohnraum sowie medizinische Versorgung. Viele Betroffene und gerade wohnungslose Menschen brauchen zunächst Zeit und einen Schutzraum, um sich zu stabilisieren und neu zu orientieren. Im intensiven Kontakt zu unseren Betreuten bauen wir auf ihre Ressourcen und arbeiten auf der Grundlage ihrer Lebenserfahrungen. Die Grundlagen jeder Hilfe sind Vertrauen und Beziehungsarbeit. Um die strukturelle Ausgrenzung von Betroffenen aus dem Hilfesystem zu vermeiden, sind Zugänge in das Hilfesystem im Sinne einer akzeptierenden Hilfe niederschwellig und vielfältig gestaltet möglich.

Daher

- werden die Menschen so angenommen , wie sie sind;
- sollen die Menschen die Hilfe dort erfahren und angeboten bekommen, wo sie ankommen;
- soll die bedarfsgerechte Hilfe auf Freiwilligkeit basierend angenommen werden können.

Wir begegnen den von uns betreuten und begleiteten Menschen mit Achtung, mit Würde und mit Respekt.

Bei unserer Arbeit gehen wir von einem christlichen Menschenbild aus, nach dem der Mensch seine Würde ausschließlich von Gott, seinem Schöpfer hat. Weil kein Mensch ihm diese Würde gegeben hat, kann sie ihm auch kein Mensch nehmen. Wenn ein Mensch einem anderen Menschen die Würde nehmen will, kommt er mit Gott in Konflikt. Die Würde des Menschen besteht darin, dass Gott den Menschen zu seinem Partner gemacht hat, zu seinem Ebenbild. Für das christliche Verständnis unserer Arbeit ist in diesem Zusammenhang auch der Einsatz für die Armen und Benachteiligten von zentraler Bedeutung; Armenfürsorge war schon immer ein wesentlicher Bestandteil sozialer Arbeit. Diese Option bezieht sich auf eine gute und lange Tradition. Schon im Alten Testament waren es die Propheten, die immer wieder mutig gegenüber den Herrschenden und Mächtigen zugunsten der Armen eintraten. Im Neuen Testament ist es Jesus, der sich gerade denen zugewandt hat, die aus der Gesellschaft herausgefallen sind oder herausgedrängt wurden. Das Sozialwort der Kirchen aus dem Jahr 1997 misst alles gesellschaftliche Handeln auch daran, wieweit es den Armen und den Schwachen nützt, und wie weit sie zum eigenverantwortlichen Handeln befähigt werden. Auf staatlicher Ebene ist die Würde des Menschen im Grundgesetz verankert. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" heißt es da. Dieser Begriff weist der sozialen Praxis ihr Ziel, aber auch den Rahmen, in dem soziale Arbeit stattzufinden hat.

Jeder Mensch ist als Subjekt seines Handelns zu sehen, auch und gerade dann, wenn er durch psychische Störungen und/oder durch soziale Problemlagen und durch Ausgrenzungen beeinträchtigt und ausgegrenzt ist.