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Betreutes Wohnen und Nachbetreuung

Innerhalb der letzten Jahre wurde der Bedarf an ambulanter Betreuung von allein stehenden Frauen und Frauen mit Kindern immer deutlicher. Von vielen Seiten wurden wir verstärkt angesprochen, ambulante Angebote für Frauen mit einer multiplen Problemanalyse in Bonn zu schaffen, um einen stationären Aufenthalt zu vermeiden, drohende Wohnungslosigkeit zu verhindern und eine Integration in das gesellschaftliche Leben zu ermöglichen. Ebenso wichtig war uns die Nachbetreuung im Anschluss an die Maßnahme gemäß § 67 – 69 SGB XII. Seit dem 01.01.2012 können diese zwei Betreuungsformen im Haus Maria Königin angeboten werden.
Die Leistungen des Betreuten Wohnens und der Nachbetreuung nach §§ 67 ff SGB XII im Haus Maria Königin richten sich an 12 Frauen, zum Teil mit ihren Kindern, bei denen besondere Lebensverhältnisse mit sozialen Schwierigkeiten verbunden sind und die nicht oder noch nicht in der Lage sind, diese Schwierigkeiten aus eigener Kraft zu überwinden. Die Lebenssituation ist geprägt durch den Verlust eines Handlungszusammenhangs, der soziale Sicherheit bietet. Dabei kumulieren die unterschiedlichen Bedarfe. Eine Vielzahl der betroffenen Frauen hat Existenz bedrohende Lebenslagen erlebt.
Aufgrund der Schwierigkeiten benötigen die betroffenen Frauen persönliche Unterstützung, die darauf ausgerichtet ist, die Bereitschaft und die Fähigkeit zu erhalten und zu entwickeln, bei der Überwindung der Schwierigkeiten nach Kräften mitzuwirken und so weit wie möglich unabhängig von Sozialleistungen zu leben. Bei der Wahrnehmung der Aufgaben ist es von besonderer Bedeutung, dass die Hilfen im Einzelfall koordiniert werden und dass ein besonderer Schwerpunkt auf den Aufbau einer helfenden Beziehung gelegt wird. Es gilt, hilfreiche soziale Zusammenhänge zu aktivieren, vorhandene Ressourcen zu entwickeln und, soweit erforderlich, durch geeignete Hilfen zu ergänzen. Dabei sind die Leistungen so zu organisieren, dass Prävention, Alltagsnähe, Integration, Partizipation, Wahlmöglichkeiten und Dezentralisierung die Gestaltung des Hilfesystems prägen. Das Hilfesystem bietet Unterstützung in allen Lebensbereichen, indem es die Hilfe selber leistet oder in vorrangige Hilfen vermittelt.
Das Haus Maria Königin bietet das Betreute Wohnen innerhalb und außerhalb der Einrichtung an. Angegliedert an das Stammhaus kann eine Frauen-Wohngemeinschaft mit zweimal sechs Plätzen für Mütter mit Kindern angeboten werdenFolgende Zielgruppen können somit definiert werden:

  • Ambulant Betreutes Wohnen für junge Frauen unter 25 Jahren
  • Ambulant Betreutes Wohnen für Frauen nach einem stationären Auftenthalt, die älter als 25 Jahre sind
  • Ambulant Betreutes Wohnen für Frauen als Prophilaxe bei drohendem Wohnungsverlust
  • Ambulant Betreutes Wohnen für Frauen nach krisenhaften, gewaltgeprägten familiären und sozialen Beziehungen
  • Ambulant Betreutes Wohnen für ältere Frauen und/oder Frauen mit erheblichen gesundheitlichen und psychischen Beeinträchtigungen
  • Frauen, die von Beginn des Betreuten Wohnens wohnungslos sind und bei denen das Betreute Wohnen dazu dient, einen stationären Auftenthalt gemäß §§ 67-69 ff SGB XII zu vermeiden
Ziel des Betreuten Wohnens ist es, die Schwierigkeiten abzuwenden, zu beseitigen, zu mildern oder ihre Verschlimmerung zu verhüten und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben weites gehend zu erreichen.